News

Bienwaldmühle modernisiert Kaminzimmer

bienwaldmuehle modernisiert kaminzimmer klSechs Wochen war Winterpause im „Waldgasthof Bienwaldmühle“. Es wurde gehämmert, gebohrt und gestrichen. Nach dem Umbau erstrahlen das Kaminzimmer und das angrenzende Nebenzimmer, die insgesamt 120 Quadratmeter umfassen, in neuem Glanz: Wände in Salbeigrün mit Wandvertäfelung in Nussbaumholz, Lederstühle und farblich abgestimmte Polsterbänken ergeben ein neues Ambiente. Vor einem Jahr hat der Besitzer Philipp Roth mit seiner Frau Miriam mit der Planung des Umbaus begonnen und mit einer Objekteinrichtungsfirma ein Konzept erstellt, das sowohl jüngere als auch ältere Gäste begeistern soll. Im neuen Kaminzimmer finden ungefähr 50 Gäste Platz, das Nebenzimmer bietet weitere 24 Sitzplätzen. „Wir wollen bewusst einen Kontrast zur Gaststube vorne schaffen“, meint die 35-jährige Miriam Roth. „Diese gefällt uns zwar auch sehr gut, doch das Design eins zu eins zu übernehmen war uns zu langweilig.“

Schnelles Netz kommt nur langsam voran

HAGENBACH/KANDEL: Der Schweizer Unternehmer Rolf Tresch will mit seiner Firma RMT weite Teile der Südpfalz mit einer modernen Glasfaser-Infrastruktur ausstatten. Sie soll den Menschen „lichtschnelles Internet“ bringen. Aber noch immer stockt der Ausbau. Neben fehlenden Arbeitern sind Abstimmungen mit dem Kampfmittelräumdienst der Grund.

Von Andreas Betsch

schnelles netz kommt nur langsam voran kl

Diese Schlagzeile ließ vor zwei Jahren Internetnutzer aufhorchen: „Schweizer wollen mit Glasfaser verdienen“, stand in der GERMERSHEIMER RUNDSCHAU: „Firma RMT bietet Breitbandausbau auf eigene Rechnung in unterversorgten Gemeinden an“. Hinter RMT steht der Schweizer Unternehmer Rolf Tresch aus Zug. Er hat sich zum Ziel gesetzt, eine moderne Glasfaser-Infrastruktur in weiten Teilen der Südpfalz aufzubauen (wir berichteten mehrfach).Das schnelle Internet kommt über eine Ringleitung („Backbone“), die Tresch momentan noch aufbaut. In der Gegend um Bad Bergzabern ging es vor mehr als zwei Jahren los. Derzeit ist man in der Gegend um Steinfeld angekommen.

scheibenhardt schlagbaum 101

Scheibenhardt in der Pfalz - Ein Dorf - zwei Nationen

Das deutsche Scheibenhardt auf der einen Seite wird nur durch den kleinen Fluss Lauter vom französischen Scheibenhard getrennt. Das Dorf setzt viele Hoffnungen in den neuen Élysée-Vertrag.

 

Von Stephan Lenhardt, SWR
 

"Eine Brücke, zwei Gemeinden, Brüder, Schwestern hier und dort." So besingen Franzosen und Deutsche gemeinsam den zweiten Élysée-Vertrag. Sie sind auf die Brücke über den Bach gekommen, der ihrem Chor den Namen gab: die Lauter.In wohl kaum einem anderen Ort der Republik sind sich Deutsche und Franzosen so nah wie hier. Auf der einen Seite Scheibenhardt in der Pfalz, Deutschland. Auf der anderen Seite Scheibenhard im Elsass, Frankreich. Dazwischen nur die Lauter. Seit rund 200 Jahren ist das einst gemeinsame Dorf geteilt."Die Menschen, die heute Europa ablehnen, die wissen doch gar nicht mehr, was Grenzen sind", sagt Jean-Paul Bordenkircher. Er ist Präsident des Lauterchors. Er kennt die Grenze in seinem Dorf noch aus Zeiten geschlossener Schlagbäume und Zollkontrollen. Frankreich und Deutschland sind heute die wichtigsten Handelspartner füreinander in Europa. 2017 betrugen die Im- und Exporte rund 170 Milliarden Euro. Für die französischen Kindern der "Ecole Maternelle" von Scheibenhard ist der Grenzübertritt nur noch ein Spaziergang.

Symbolhaftes Treffen auf der Lauterbrücke

Scheibenhard(t): Politiker bekräftigen deutsch-französische Freundschaft – Grenzregionen mit höherem Stellenwert

sybolhaftes treffen auf der lauterbruecke klAm heutigen Dienstag unterschreiben der französische Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel in Aachen den neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag. Der Aachener Vertrag soll an den Elysée-Vertrag von 1963 anknüpfen, den einst Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterschrieben haben.Der Vertrag war der Grundstein der deutsch-französischen Freundschaft und der endgültige Abschied von der „Erbfeindschaft“. Was im Großen geht, funktioniert auch im Kleinen – und zwar gerade in der Grenzregion. Gestern trafen sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Gebhart und der elsässische Abgeordnete Frédéric Reiss, um den deutsch-französischen Vertrag auf kommunaler Ebene symbolisch zu untermauern.

Für zweisprachiges Dorfjournal geehrt

Scheibenhard(t): Gemeinsamer Neujahrsempfang der beiden Grenzgemeinden

Von Fritz Hock

fuer dorfjournal geehrt kl„E gutes najes Johr“ – „Bonne et Heureuse Année 2019“. Mit diesen Wünschen begrüßten die beiden Gemeinden diesseits und jenseits der Lauter die Besucher des 18. gemeinsamen Neujahrsempfanges am Freitagabend im voll besetzten Bürgerhaus von Scheibenhard (Elsass).Der Neujahrsempfang, so Ortsbürgermeister Edwin Diesel, gehört zwischenzeitlich zu Scheibenhard(t) wie das alljährliche Brückenfest. Eher selten werden dabei Ehrungen vorgenommen, so Diesel. Diesmal aber gab es allen Grund für eine Ausnahme: Denn die beiden Bürgermeister Francis Joerger und Diesel hatten sich vorgenommen, die „Macher“ des „Scheiweda Blättel“ zu ehren. Jessica Heinrich, ihr Mann Martim Silva (mit portugiesischen Wurzeln) und auch ihre Tochter Isabella hatten nämlich nicht nur die Idee für dieses zweisprachige Dorfjournal, sondern sind auch die treibenden Kräfte bei dessen Erstellung.