Konzert soll verbinden

Dorf wird von Lauter geteilt – Brücke vereint deutschen und den französichen Teil
Von Fritz Hock
Screenshot 20260409 095115 DIE RHEINPFALZ   Nachrichten
Foto: Fritz Hock
 
SCHEIBENHARDT. Beim Wandelkonzert am 26. April queren die Besucher die Lauterbrücke, welche den deutschen und den französischen Ortsteil vereint.

Schon zur schönen Tradition geworden ist das Wandelkonzert des Musikvereins Scheibenhardt mit der „Harmonie Ste. Cécile“ (Leitung: Jean-Yves Bender) aus dem elsässischen Mothern (Bas-Rhin). Nicht mehr während des deutsch-französischen Musikfestivals „Rheinischer Frühling/Printemps Rhenan“, das Ende 2024 bereits aufgelöst wurde, sondern in eigener Regie setzen die beiden Grenzgemeinden diese Tradition fort.

Das hat seinen besonderen Grund: Wegen der besonderen Situation des Dorfes beidseits der Lauter als französische und deutsche Gemeinde möchte man mit dem Konzert den Kerngedanken des friedlichen Miteinanders fördern. Hier handelt es sich um eine blühende Kulturregion, die sich nicht mehr um die irgendwann willkürlich gezogene Staatsgrenze schert. Gerade in Zeiten des Aufflackerns nationalistischer Tendenzen in Deutschland wie in Frankreich ist es nach Ansicht der Veranstalter besonders wichtig, deutliche Zeichen zu setzen. Dazu soll das „Grenzüberschreitende Konzert mit der internationalen Sprache der Musik“ einen wesentlichen Beitrag leisten.

Am Sonntag, 26. April, 17 Uhr, ist es wieder soweit. Das Wandelkonzert beginnt in der katholischen Kirche St. Ludwig im deutschen Ortsteil. Zum Auftakt spielt die „Harmonie Ste. Cécile Mothern“. In der Pause begeben sich die Besucher auf den Weg zur Lauterbrücke, wo traditionsgemäß der „Eurovisionsmarsch“ von Marc-Antoine Charpentier erklingt. Von dort geht es weiter zum „Salle Polyvalente“ im elsässischen Ortsteil, wo die Besucher, vor dem zweiten Teil des Konzertes, gestaltet vom Musikverein Scheibenhardt unter der Leitung von Ulrich Kreger, zu einem Glas Crémant und Brezeln erwartet werden. Den Ausklang bilden beide Vereine zusammen mit einer Polka. Der Eintritt ist frei. Über Spenden für die Jugendarbeit freuen sich beide Vereine.
 
Quelle: RHEINPFALZ, Ausgabe " Germersheimer Rundschau" vom 08.04.2026