Funkmast kommt

„Endlich“: Bienwaldmühle hat bald schnelles Internet

Scheibenhardt.

Geeigneter Platz gefunden: Die Bienwaldmühle soll durch einen neuen Mobilfunkmast endlich schnelles Internet bekommen.

Schnelles Internet wünschen sich seit Langem die Bewohner im Ortsteil Bienwaldmühle. Der romantische Fleck mit rund 20 Haushalten und einem beliebten und sehr gut frequentierten Landgasthof nahe der Grenze zu Frankreich ist bisher schwer zu erreichen – zumindest telefonisch gesehen und was die Arbeit im Internet anbelangt.

 

Jetzt soll ein rund 61 Meter hoher Mobilfunkmast errichtet werden. Die Suche nach einem geeigneten Standort hierfür ist nicht einfach gewesen, denn viele infrage gekommenen Grünflächen sind geschützt, liegen sie doch im Landschaftsschutzgebiet oder im Natura-2000-Netz, gelten also als Vogelschutzgebiet und als Flora-Fauna-Habitat. Geplant ist ein Stahlgittermast mit zwei Plattformen sowie Systemtechnik auf einem Fundament. Weil der Mast der öffentlichen Versorgung mit Telekommunikationsdienstleistungen dient, handelt es sich um ein privilegiertes Bauvorhaben im Außenbereich der Ortsgemeinde Scheibenhardt. Verschiedene andere Standorte im Bereich der Bienwaldmühle seien zuvor geprüft worden, so Scheibenhardts Ortsbürgermeister Thomas Ehl (CDU) bei der Sitzung des Ortsgemeinderats.

Für die Bienwaldmühle bedeute das Bauvorhaben einen großen Schritt. Schon im Herbst 2027 soll es so weit sein, dass dort schnelles Internet zur Verfügung steht. Nicht mehr benötigt werden dann aber auch die Fördermittel, die Bund und Land für den Glasfaserausbau zur Verfügung gestellt hätten. Bewilligt waren insgesamt Zuschüsse in Höhe von 382.525 Euro.

Allerdings hätte sich die Ortsgemeinde Scheibenhardt ebenfalls mit weiteren 38.252,50 Euro am Ausbau beteiligen müssen. Diesen wollte bisher allerdings keine Firma vornehmen, wie Ehl sagte. In Scheibenhardt selbst seien zwischenzeitlich mehr als 90 Prozent der Haushalte mit Glasfaseranschlüssen versorgt, so war zu hören. Der Rat sprach sich einstimmig für die Errichtung des Masts aus. „Endlich“, war die Reaktion eines Ratsmitglieds.fh

Quelle: Ausgabe Die Rheinpfalz Germersheimer Rundschau vom Samstag, den 22. August 2026