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Scheibenhardt: Anwohnergruppe kritisiert Ortsgemeinde – Bürgermeister und Gemeinderat weisen Vorwürfe zurück

Spielplatz in Scheibenhardt.
Fotos über Scheibenhardter Anwohnergruppe/v. privat

Scheibenhardt – Eine Gruppe Einwohner ist mit diversen Vorgehensweisen der Ortsgemeinde nicht einverstanden.

Der Sprecher der Gruppe moniert ein ganzes Bündel an Kritik. So werde beispielsweise während des jährlichen Radrennens gleich ein ganzes Viertel und wichtige Zugangsstraßen gesperrt. Anwohner, die zu geschäftlichen Terminen müssten, wären quasi festgesetzt. Die etwa 900 Euro, die das Rennen einbringe, würden ebenso wie Steuergelder für unsinnige Projekte „verbrannt“. Dabei sei man nicht gegen das Radrennen, betonte der Sprecher, aber die Modalitäten müssten sich ändern.

Die Beleuchtung des Bürgerhauses und des Feuerwehrgerätehauses bis nachts um etwa 2 Uhr sei ebenso überflüssig wie umweltschädlich und teuer, meint der Sprecher. Um diese Zeit sei eh so gut wie niemand mehr in Scheibenhardt unterwegs, die Beleuchtung sei zudem „Lichtverschmutzung“.

Auch der Rastplatz an der Lauter sei „vermüllt und verlottert“, Blätter und Äste würden nicht entfernt und man habe den Eindruck, das die Mülleimer dort nur alle vier Wochen geleert würden.

Närrische Tradition fortgesetzt

Scheibenhardt: Über die Ursprünge der Bunten Abende der „Lauterpfludde“

Von Joachim Paul

naerrische tradition fortgesetzt kl„Unsere Bunten Abende entstanden aus den Faschingsabenden der Frauengemeinschaft Scheibenhardt“, erzählt der Vorsitzende des Faschingsvereins „Die Lauterpfludde“, Thomas Stephany. Zunächst waren nur Frauen bei diesen Abenden der Zutritt erlaubt. Erst später kamen auch Männer dazu. Es bildete sich bald ein Männerballett, während die Frauen nicht mehr genügend Nachwuchs für ihre Auftritte fanden. Die ursprüngliche Gruppe hatte sich weiterentwickelt, 2006 wurde der neue Faschingsverein gegründet. „Was die Mütter begonnen haben, wird von den Kindern und Enkeln erfolgreich weitergeführt. Wir wollen diese Tradition erhalten“, sagt Stephany: „Der Kern des Bunten Abends ist immer noch der gleiche.

Bienwaldmühle modernisiert Kaminzimmer

bienwaldmuehle modernisiert kaminzimmer klSechs Wochen war Winterpause im „Waldgasthof Bienwaldmühle“. Es wurde gehämmert, gebohrt und gestrichen. Nach dem Umbau erstrahlen das Kaminzimmer und das angrenzende Nebenzimmer, die insgesamt 120 Quadratmeter umfassen, in neuem Glanz: Wände in Salbeigrün mit Wandvertäfelung in Nussbaumholz, Lederstühle und farblich abgestimmte Polsterbänken ergeben ein neues Ambiente. Vor einem Jahr hat der Besitzer Philipp Roth mit seiner Frau Miriam mit der Planung des Umbaus begonnen und mit einer Objekteinrichtungsfirma ein Konzept erstellt, das sowohl jüngere als auch ältere Gäste begeistern soll. Im neuen Kaminzimmer finden ungefähr 50 Gäste Platz, das Nebenzimmer bietet weitere 24 Sitzplätzen. „Wir wollen bewusst einen Kontrast zur Gaststube vorne schaffen“, meint die 35-jährige Miriam Roth. „Diese gefällt uns zwar auch sehr gut, doch das Design eins zu eins zu übernehmen war uns zu langweilig.“

Schnelles Netz kommt nur langsam voran

HAGENBACH/KANDEL: Der Schweizer Unternehmer Rolf Tresch will mit seiner Firma RMT weite Teile der Südpfalz mit einer modernen Glasfaser-Infrastruktur ausstatten. Sie soll den Menschen „lichtschnelles Internet“ bringen. Aber noch immer stockt der Ausbau. Neben fehlenden Arbeitern sind Abstimmungen mit dem Kampfmittelräumdienst der Grund.

Von Andreas Betsch

schnelles netz kommt nur langsam voran kl

Diese Schlagzeile ließ vor zwei Jahren Internetnutzer aufhorchen: „Schweizer wollen mit Glasfaser verdienen“, stand in der GERMERSHEIMER RUNDSCHAU: „Firma RMT bietet Breitbandausbau auf eigene Rechnung in unterversorgten Gemeinden an“. Hinter RMT steht der Schweizer Unternehmer Rolf Tresch aus Zug. Er hat sich zum Ziel gesetzt, eine moderne Glasfaser-Infrastruktur in weiten Teilen der Südpfalz aufzubauen (wir berichteten mehrfach).Das schnelle Internet kommt über eine Ringleitung („Backbone“), die Tresch momentan noch aufbaut. In der Gegend um Bad Bergzabern ging es vor mehr als zwei Jahren los. Derzeit ist man in der Gegend um Steinfeld angekommen.

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Scheibenhardt in der Pfalz - Ein Dorf - zwei Nationen

Das deutsche Scheibenhardt auf der einen Seite wird nur durch den kleinen Fluss Lauter vom französischen Scheibenhard getrennt. Das Dorf setzt viele Hoffnungen in den neuen Élysée-Vertrag.

 

Von Stephan Lenhardt, SWR
 

"Eine Brücke, zwei Gemeinden, Brüder, Schwestern hier und dort." So besingen Franzosen und Deutsche gemeinsam den zweiten Élysée-Vertrag. Sie sind auf die Brücke über den Bach gekommen, der ihrem Chor den Namen gab: die Lauter.In wohl kaum einem anderen Ort der Republik sind sich Deutsche und Franzosen so nah wie hier. Auf der einen Seite Scheibenhardt in der Pfalz, Deutschland. Auf der anderen Seite Scheibenhard im Elsass, Frankreich. Dazwischen nur die Lauter. Seit rund 200 Jahren ist das einst gemeinsame Dorf geteilt."Die Menschen, die heute Europa ablehnen, die wissen doch gar nicht mehr, was Grenzen sind", sagt Jean-Paul Bordenkircher. Er ist Präsident des Lauterchors. Er kennt die Grenze in seinem Dorf noch aus Zeiten geschlossener Schlagbäume und Zollkontrollen. Frankreich und Deutschland sind heute die wichtigsten Handelspartner füreinander in Europa. 2017 betrugen die Im- und Exporte rund 170 Milliarden Euro. Für die französischen Kindern der "Ecole Maternelle" von Scheibenhard ist der Grenzübertritt nur noch ein Spaziergang.