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Im Dorf müssen die Bürger mit anpacken

SCHEIBENHARDT: Haushalt lässt keine großen Projekte zu

Von Andreas Betsch

Ganze 7800 Euro spart die Ortsgemeinde Scheibenhardt durch die 2019 gültige Senkung von Kreis- und Verbandsgemeinde-Umlage. „An sich kein hoher Betrag“, sagte Ortsbürgermeister Edwin Diesel (parteilos) in der Haushaltsdebatte am Donnerstag: „Aber für unsere Gemeinde doch viel Geld.“ „Die Krux mit unserem Haushalt ist bekannt“, sagte Karl Heinz Benz (SPD) vor der einstimmigen Verabschiedung des Haushaltsplans 2019/2020 im Ortsgemeinderat. Man habe keine Flächen für Neubau- oder Gewerbegebiete. Man schaue „neidisch nach Hagenbach“, wo beides vorhanden ist.Scheibenhardt, das 700-Einwohner-Dörfchen an der Grenze zu Frankreich, liegt hingegen abgelegen, umgeben von Naturschutzflächen. Es gibt kein Gewerbe und dadurch keine Einnahmen, aber natürlich Ausgaben. Die Investitionen der nächsten beiden Jahre seien „auf das nötigste Maß beschränkt, um hauptsächlich die Unterhaltung der gemeindeeigenen Gebäude sicherzustellen“, sagte Bürgermeister Diesel.                                                                                                                       

Scheibenhardt: Wenig Nachfrage von Senioren

Der Seniorentreff in Scheibenhardt hat Probleme, „Jungsenioren“ zu finden. Das sagte Roland Prütting, Vorsitzender des Seniorenbeirats, im Ortsgemeinderat. Menschen im Alter von 60 Jahren wollten da nicht hin. Somit würden auch die Infoveranstaltungen der erst 2013 gegründeten Gruppe „nicht in dem Maß angenommen, wie wir uns das wünschen“. Er erzählte von Vorträgen der Polizei oder zum Umgang mit Multimediageräten. Das Interesse daran sei gering gewesen. „Wir werden nach Lösungen suchen“, gab sich Prütting dennoch optimistisch für die Zukunft. (hcs)

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Samstag, den 15. Dezember 2018

„Blättel“ verbindet

Mainz/Scheibenhard(t): Brückenpreis für elsässisch-pfälzische „Dorfzeitung“

bild bp 2018 klEin erfolgreiches Wochenende für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Dörfer Scheibenhard (Elsass) und Scheibenhardt (Pfalz): Die Mitglieder ihres Gemeinschaftsprojekts „Dorfzeitung“ konnten gleich zweimal über Auszeichnungen jubeln. Man bekam in Mainz den „Brückenpreis“ verliehen (wir berichteten gestern). Hinzu kam eine Auszeichnung auf elsässischer Seite. Bei der Verleihung des Brückenpreises am Samstagmorgen in der Mainzer Staatskanzlei siegten die beiden Dörfer in der Kategorie „Bürgerschaftliches Engagement in grenzüberschreitender Zusammenarbeit“. Und zwar für ihr ehrenamtliches Redaktionsteam der neu gegründeten Dorfzeitung „Scheiweda Blättel“.                                                                                                                                                                                                                              

Höchstmögliche Auszeichnung

Orden für Christian Grimm und für Scheibenhard und Scheibenhardt

 

orden dt fr freundschaft klBaden-Baden (pi) Unter das Motto „Eine kleine Brücke, ein goßes Symbol" war die im Rahmen der DFCV-Ordenssoirée 34. Verleihung des „Närrischen Sonderordens Deutsch-Französische Freundschaft“ gestellt worden. Die Laudatio sprach Wolfgang Ziegler vom Bund Deutscher Karneval, der als Sonderordensempfänger die Gemeinden Scheibenhardt in der Pfalz und Scheibenhard im Elsass bekanntgab, die er als Spiegelbild der wechselhaften deutsch-französischen Geschichte („mal hiwwe —mal drüwwe") bezeichnete. Längst sei das ehemals zusammen gehörige und heute durch das Flüsschen Lauter in eine französische und eine deutsche Gemeinde gespaltene Dorf zu einem Sinnbild für den friedlichen Aufbau Europas geworden, sagte Ziegler.

Hasenweg wird deutlich teurer

SCHEIBENHARDT: Ortsgemeinderat nimmt einstimmig Nachtragshaushalt an

Von Andreas Betsch

Ein noch nicht saniertes Teilstück der Kreisstraße 16 in Richtung Büchelberg soll ab November erneuert werden. Ortsbürgermeister Edwin Diesel teilte die „gute Nachricht“ am Mittwoch dem Gemeinderat mit (siehe Kurz notiert). Auch die Straßensanierung im Hasenweg war in der Sitzung ein Thema.

Weil Steine des nahezu neuen Fahrbahnpflasters im Hasenweg bereits kaputt sind, müssen die Arbeiter ab 8. Oktober für etwa zwei Wochen nochmals anrücken. Dieser bereits ausgebaute erste Bauabschnitt verursacht höhere Kosten als erwartet.Etwa 370.000 Euro waren bisher in den Haushalt für den Ausbau des Hasenwegs vorgesehen. Während der Planung habe sich gezeigt, dass dieses Geld nicht ausreicht, hieß es in der Sitzungsvorlage zum einstimmig verabschiedeten Nachtragshaushalt. Der Grund wird in der Vorlage so erklärt: „Zum einen musste eine enorme Kostensteigerung im Tiefbau berücksichtigt werden und zum anderen kamen zusätzliche Ausbauflächen hinzu.“