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Ritterspektakel bis weit nach Mitternacht

Scheibenhardt: Lauterpfludde feiern Bunten Abend im mittelalterlichen Ambiente

„Ein Ritter ließ sich einst hier nieder, am Bunten Abend kommt er wieder“ – unter diesem Motto standen die beiden Bunten Abende des Scheibenhardter Faschingsvereins „Die Lauterpfludde“ am Freitag und am Samstag im Bürgerhaus. Die Vereinsmitglieder boten ein Programm voller Unterhaltung, Witz und Musikalischem bis weit nach Mitternacht.
bunter abend rp 2016 klDem Publikum gefiel das Geschehen auf der als Burg dekorierten Bühne offensichtlich gut. Es klatschte, sang, schunkelte, forderte Zugaben und verteilte Raketen.„Verhaltensregeln“ dazu hatte Vorsitzender Thomas Stephany als „Hans Dampf in allen Gassen“ zu Beginn verkündet, als die Rittersleut´ mit ihrem Gefolge aus den Orten der Umgebung – alles Mitglieder der „Lauterpfludde“ – einmarschierten, wie es vor 810 Jahren in Scheibenhardt gewesen sein könnte.Das Programm moderierten mit gereimten Versen, Sprüchen oder Witzen Martina Hirsch und Angelina Stephany. Jedes Mal hieß es vor der Ansage „Einer für alle“ und das Publikum antwortete mit „Alle für einen“. Nach dem Auftakt der acht Musketiere mit ihrem Mimik-Spiel „Musketiere müssen mal“ spannten zwei Mönche auf Pilgerreise die Lachmuskeln der Zuhörer an. Sie erzählten, wie sie Mönche wurden: „Das liegt in meiner Familie. Mein Großvater, mein Vater waren schon Mönche!“ Und berichteten über ihre Verhaltensregeln: „Was du heute kannst entkorken, verschiebe nicht auf morgen,“

Neue Räume für Wehr und Vereine

Ausblick 2016: Scheibenhardt kann endlich abgebrannten Bau ersetzen

SCHEIBENHARDT. Das neue „Multifunktionsgebäude“ für Vereine und Feuerwehr macht Fortschritte. Der Ersatz für den vor drei Jahren durch ein Feuer zerstörten Bau am Bürgerhaus steht ganz oben auf der Agenda von Ortsbürgermeister Edwin Diesel (parteilos).
Zwischenzeitlich seien von freiwilligen Helfern bereits über 200 Arbeitsstunden geleistet worden, sagt Diesel. Es handele sich hauptsächlich um Abbrucharbeiten. „Das bisher gezeigte Engagement der örtlichen Vereine ist hier positiv zu erwähnen und stimmt mich persönlich sehr zuversichtlich für die weiteren anstehenden Arbeiten.“Rückblick: Anfang 2013 zerstört ein Feuer den von Vereinen oft genutzten Anbau am Bürgerhaus. Dieser sei „unentbehrlich“, heißt es später im Rat. Scheibenhardt fehlt aber das Geld, den Wiederaufbau allein zu stemmen.

Durchgangsverkehr: Scheibenhardt will Tempo 30

Scheibenhardt. Eine Tempo-30-Zone für die Haupt- und Maxstraße – das will der Ortsgemeinderat laut Beschluss vom Donnerstagabend bei den zuständigen Behörden durchsetzen. Um bessere Argumente zu haben, soll es aber vorher eine Verkehrsmessung geben.CDU-Fraktionssprecher Thomas Ehl, der den Antrag formulierte und damit auch die SPD hinter sich hatte, beklagte den „immer stärker zunehmenden Straßenverkehr“. So sei Scheibenhardt Durchfahrtsort für viele Elsässer, die „zu den Industriestandorten am Rhein“ gelangen wollen.

Helmut Carl ist tot

Scheibenhardt: Altbürgermeister gestorben

Trauer um Altbürgermeister Helmut Carl: Der ehemalige CDU-Kommunalpolitiker ist am Donnerstag im Alter von 82 Jahren verstorben.Er stand von 1994 bis 1999 für eine Wahlperiode an der Spitze der kleinen Grenzgemeinde. Unter seiner Führung fand 1996 das erste deutsch-französische „Brückenfest“ statt. Die Veranstaltung ist noch heute überregionales Aushängeschild seiner Heimatgemeinde. Jeweils 15 Jahre gehörte Carl dem Ortsgemeinderat (1984 bis 1999) und dem Verbandsgemeinderat (1989 bis 2004) an. Er war außerdem mehrere Jahre Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes. Außerhalb der Politik engagierte sich der Landwirt lange Jahre als zweiter Vorsitzender des Angelsportvereins sowie in der Bauern- und Winzergenossenschaft. Dem Musikverein hielt Carl mehr als 50 Jahre die Treue. (hcs)

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Samstag, den 05. Dezember 2015

Walkürenritt hinein ins Krampusrund

Scheibenhardt: Feuerspiele locken viele Zuschauer an – Tradition stammt ursprünglich aus dem Alpenland

Die fünfte Krampusshow am Samstag zog geschätzt 400 Zuschauer an. Sie drängten sich um das Rund vor der Feuerwehrgarage. Es war eine gute Idee der Veranstalter, die Arena rund zu machen. Alle hatten so eine viel bessere Sicht auf die wilden Gesellen, die durch die Feuerspiele das Böse vertreiben sollen.
krampus 2015 1 klkrampus 2015 2 klJa, eigentlich gehören die Krampusse ins Alpenland. Doch im fünften Jahr haben es Günter Wagner, Reinhard Guckert und ihre engagierten Helfer vom Musikverein, dem Karnevalsverein, der Feuerwehr, der Gemeinde, den Sponsoren und einer Fangemeinde womöglich schon geschafft, in Scheibenhardt eine neue Tradition zu begründen.Mit dem „Walkürenritt“ eroberten erstmals Hexen die Arena. Tatjana von den Brückenhexen in Maxau „taufte“ vier Woogbachhexen aus Neulußheim. Dazu mussten sich die Vier mit verbundenen Augen gegenseitig einen Schaumkuss füttern und zum Schluss den Mund abwischen. „Uff dem Lumpe wor Farb druff“, verkündete Tatjana schadenfroh. Familie Welte schaute sich die Krampus-Show an „weil wir hier zu Hause sind.“ Tochter Anette findet es schön, dass im Dorf mal was los ist. Mutter Rosemarie fiel positiv auf, dass schon nach dem Kreisel in Hagenbach ein Schild auf die Attraktion von Scheibenhardt hinweist. Vater Benno Welte: „Ich bin der Meinung, obwohl ich hier hergehe, es gehört in die Alpenregion.“