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„Viele fühlen sich noch nicht betroffen“

Scheibenhardt: Arbeit des Seniorenbeirats stößt in Bevölkerung auf geringes Interesse – Bürgerinformation geplant

Scheibenhardt hat einen neuen 2. Beigeordneten: Christian Carl wurde vom Ortsgemeinderat einstimmig zum Nachfolger von Ruth Herberger gewählt. Sie hatte ihr Amt Ende November niedergelegt. Weiteres Thema der Sitzung: die Arbeit des Seniorenbeirats. Roland Prütting stellte den Rechenschaftsbericht des Seniorenbeirats vor. Er gab einen Überblick über die fünf organisierten Veranstaltungen, zu denen ein Ausflug zum SWR nach Baden-Baden, ein musikalisches Picknick, ein Bürgerforum und eine Informationsveranstaltung des Pflegestützpunktes zum Thema „Pflege – wer hilft?“ gehörten. „Am 16. Dezember wiederholen wir die Veranstaltung vom März, dann heißt es wieder ,Kita trifft Ü60' – das wird sehr gut angenommen“, berichtete Prütting.

Krampusse gehen am Krückstock

Scheibenhardt: Vorerst letzte Veranstaltung mit 45 Teilnehmer auf dem Sportplatz – Genehmigung für Lasershow in letzter Minute

Wild mit den Hufen scharren, lautstark die Hörner aneinander schlagen und natürlich wie verrückt Brüllen. Ein ganzes Jahr lang waren die schaurigen Krampusse weggesperrt, am Samstag durften sie endlich wieder hinaus – und sorgten für Schrecken und Schauer auf dem Festplatz in Scheibenhardt.
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Ein bisschen im die Jahre gekommen sind die Schreckgestalten, die ursprünglich aus Österreich stammen, mit ihren Rollatoren, Gehhilfen und Krückstöcken. Mit böse-funkelnden Augen in den filigran geschnitzten Holzmasken und schallenden Glocken an den pelzigen Gewändern humpeln sie durch die Arena und werden von niemand geringerem als Gevatter Tod persönlich – stilecht mit brennender Sense – angeführt.

Wenn der Holzrollator Feuer spukt

krampus 2016 rpScheibenhardt: 6. Krampus-Feuershow am Samstag – Zukunft der spektakulären Veranstaltung noch unklar

Am Samstag kehren die Krampusse, Schreckgestalten mit teufelsartiger Maske, wieder nach Scheibenhardt zurück und sammeln die unartigen Kinder ein. Kleiner Trost: Dafür werden alle Kinder, die im letzten Jahr gefangen wurden, wieder frei gelassen. Ansehen lohnt sich: Es steht noch nicht fest, wie es nach der 6. großen Krampus-Show mit den Krampussen weitergeht.

Auch in diesem Jahr versprechen die Organisatoren Reinhard Guckert und Günter Wagner wieder ein spektakuläres Spiel mit dem Feuer und mystischer Musik. Wann allerdings diesmal die eingefangenen Kinder wieder in die Freiheit gelassen werden, steht noch in den Sternen. Die Show findet vorerst zum letzten Mal statt, zumindest 2017 werden die Krampusse nicht nach Scheibenhardt kommen.

Ausgezeichnet: Stets für andere eingesetzt

ehrennadel veithScheibenhardt. Seit Jahrzehnten engagiert sich Amanda Veith im Ehrenamt und in der Kommunalpolitik. Nun bekam sie dafür die Landesehrennadel verliehen.1979 war sie erst bei der Gründung eines AWO-Stützpunkts, dann 1980 bei der Gründung des AWO-Ortsvereines beteiligt, dessen Vorsitzende Amanda Veith dann für 35 Jahre war. Unter anderem war sie als ehrenamtliche Betreuerin tätig und half bei der Vermittlung von Familienfreizeiten und Betreuungsmöglichkeiten der AWO für Menschen aus Scheibenhardt und aus der Verbandsgemeinde. Außerdem war 1975 sie Gründungsmitglied im SPD-Ortsverein Scheibenhardt, 1975 bis 1997 Mitglied im Vorstand und 1980 bis 1995 Vorsitzende. 15 Jahre war Amanda Veith Mitglied im Ortsgemeinderat, zudem über viele Jahre Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreises. rhp

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Mittwoch, den 23. November 2016

Wir gehören doch zusammen

Scheibenhardt und Scheibenhard –die wechselvolle Geschichte zweier Dörfer, die einst eines waren

Von unserem Mitarbeiter Simon Ribnitzky

wir gehoeren doch zusammen 1 klScheibenhardt. Bunte Blumen schmücken die Brücke über die Lauter. Nur wenige Schritte trennen Scheibenhardt und Scheibenhard, Pfalz und Elsass, Deutschland und Frankreich. Edwin Diesel steht am Geländer und blickt auf den Fluss. „Wenn wir etwas zusammen angehen, dann funktioniert das auch“, sagt der pensionierte Soldat, der seit 17 Jahren Bürgermeister auf deutscher Seite ist. Trotz des jährlichen Brückenfests –mit einer Festmeile über die Lauter und quer durch beide Dörfer – läuft das Leben im Alltag häufig aneinander vorbei. „Das Verhältnis ist gut – aber es könnte intensiver sein“, gibt der 58-Jährige zu.