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Bauboom und Preisspirale behindern Projekte

Hasenweg soll für etwa 370 000 Euro ausgebaut werden – Verlegung von Glasfasern für schnelles Internet stockt

Von Andreas Betsch

SCHEIBENHARDT. Im Hasenweg stehen im Spätjahr Bauarbeiten an: 120 Meter Fahrbahn und Fußgängerweg werden erneuert. Darüber informierte Ortsbürgermeister Edwin Diesel (parteilos) bei der Einwohnerversammlung am Dienstag. Auf die Frage, wann denn das Breitband-Internet der Schweizer Firma RMT endlich komme, hatte er gute und schlechte Neuigkeiten. Um die Kosten – und damit auch die wiederkehrenden Beiträge der Bürger – auf mehrere Jahre zu verteilen, hatte der Ortsgemeinderat den Ausbau des Hasenwegs in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der erste Teil wurde 2017/18 erneuert, voraussichtlich Mitte Oktober geht es an Teil zwei. Dieser beginnt an der Einmündung zur Maxstraße, wie Planer Herbert Clade aus Neustadt erläuterte. Die Arbeiten sollen im März 2020 an der Einmündung zur Waldstraße enden. „Das ist aber vom Winter abhängig“, betonte Clade vor 20 Zuhörern.

Starkes Symbol

Scheibenhardt/Scheibenhard: Gemeinsame Konzerte ohne Grenzen

Hocherfreut begrüßten die beiden Bürgermeister Edwin Diesel und Francis Joerger die zahlreichen Besucher diesseits und jenseits der Grenze beim 18. Wandelkonzert in der St. Ludwigskirche Scheibenhardt/Pfalz.

rf 2019 klMusikalisch startete das französische Orchester „Municipale de Wissembourg“ (Leitung Jean-Yves Bender) seinen „Rheinischen Frühlingsgruß/Printemps Rhenan“ mit zunächst leisen zart-pointierten Klängen der „Jewel Fanfare“ (Reiner Serwe) und steigerte die Tonkaskaden dynamisch im Filmmusik-Arrangement „Movie Milestones“ (Hans Zimmer). Die Zuhörer erfreuten sich an bekannten Melodien, bis mit dem dynamischen „Castaldo-Marsch“ (Rudolf Novacek) zum Spaziergang in den „Salle Polyvalente“ nach Frankreich aufgefordert wurde.

Scheibenhardt: Anwohnergruppe kritisiert Ortsgemeinde – Bürgermeister und Gemeinderat weisen Vorwürfe zurück

Spielplatz in Scheibenhardt.
Fotos über Scheibenhardter Anwohnergruppe/v. privat

Scheibenhardt – Eine Gruppe Einwohner ist mit diversen Vorgehensweisen der Ortsgemeinde nicht einverstanden.

Der Sprecher der Gruppe moniert ein ganzes Bündel an Kritik. So werde beispielsweise während des jährlichen Radrennens gleich ein ganzes Viertel und wichtige Zugangsstraßen gesperrt. Anwohner, die zu geschäftlichen Terminen müssten, wären quasi festgesetzt. Die etwa 900 Euro, die das Rennen einbringe, würden ebenso wie Steuergelder für unsinnige Projekte „verbrannt“. Dabei sei man nicht gegen das Radrennen, betonte der Sprecher, aber die Modalitäten müssten sich ändern.

Die Beleuchtung des Bürgerhauses und des Feuerwehrgerätehauses bis nachts um etwa 2 Uhr sei ebenso überflüssig wie umweltschädlich und teuer, meint der Sprecher. Um diese Zeit sei eh so gut wie niemand mehr in Scheibenhardt unterwegs, die Beleuchtung sei zudem „Lichtverschmutzung“.

Auch der Rastplatz an der Lauter sei „vermüllt und verlottert“, Blätter und Äste würden nicht entfernt und man habe den Eindruck, das die Mülleimer dort nur alle vier Wochen geleert würden.

Närrische Tradition fortgesetzt

Scheibenhardt: Über die Ursprünge der Bunten Abende der „Lauterpfludde“

Von Joachim Paul

naerrische tradition fortgesetzt kl„Unsere Bunten Abende entstanden aus den Faschingsabenden der Frauengemeinschaft Scheibenhardt“, erzählt der Vorsitzende des Faschingsvereins „Die Lauterpfludde“, Thomas Stephany. Zunächst waren nur Frauen bei diesen Abenden der Zutritt erlaubt. Erst später kamen auch Männer dazu. Es bildete sich bald ein Männerballett, während die Frauen nicht mehr genügend Nachwuchs für ihre Auftritte fanden. Die ursprüngliche Gruppe hatte sich weiterentwickelt, 2006 wurde der neue Faschingsverein gegründet. „Was die Mütter begonnen haben, wird von den Kindern und Enkeln erfolgreich weitergeführt. Wir wollen diese Tradition erhalten“, sagt Stephany: „Der Kern des Bunten Abends ist immer noch der gleiche.

Bienwaldmühle modernisiert Kaminzimmer

bienwaldmuehle modernisiert kaminzimmer klSechs Wochen war Winterpause im „Waldgasthof Bienwaldmühle“. Es wurde gehämmert, gebohrt und gestrichen. Nach dem Umbau erstrahlen das Kaminzimmer und das angrenzende Nebenzimmer, die insgesamt 120 Quadratmeter umfassen, in neuem Glanz: Wände in Salbeigrün mit Wandvertäfelung in Nussbaumholz, Lederstühle und farblich abgestimmte Polsterbänken ergeben ein neues Ambiente. Vor einem Jahr hat der Besitzer Philipp Roth mit seiner Frau Miriam mit der Planung des Umbaus begonnen und mit einer Objekteinrichtungsfirma ein Konzept erstellt, das sowohl jüngere als auch ältere Gäste begeistern soll. Im neuen Kaminzimmer finden ungefähr 50 Gäste Platz, das Nebenzimmer bietet weitere 24 Sitzplätzen. „Wir wollen bewusst einen Kontrast zur Gaststube vorne schaffen“, meint die 35-jährige Miriam Roth. „Diese gefällt uns zwar auch sehr gut, doch das Design eins zu eins zu übernehmen war uns zu langweilig.“