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Schnell und billiger: Die gute Nachricht zum Jahresende

Kreisstraße zwischen Scheibenhardt und Büchelberg saniert – Betonplatten-Piste verschwindet unter Asphaltdecke

Von Andreas Lapos

 k16 klScheibenhardt/Büchelberg. Was hat das die letzten Jahrzehnte geholpert: Die Betonplatten-Piste zwischen Scheibenhardt und Büchelberg war ein wahrer Stoßdämpfer-Killer. Radfahrern, die ungefedert unterwegs waren, fuhren die Absätze zwischen den Platten direkt ins Kreuz. Damit ist es vorbei: Seit kurzem sind die drei Kilometer asphaltiert. Das ist die gute Nachricht für alle, die die Strecke fahren.Aber da gibt es noch eine gute Nachricht für alle anderen: Die Kosten lagen mit 540.000 Euro deutlich unter den Schätzungen. Die beliefen sich nämlich auf rund 750.000 Euro. Es gibt sie also doch: Baukosten, die sinken und nicht steigen – und das bei einem öffentlichen Projekt! Und es gibt noch eine zweite gute Nachricht: die Bauzeit betrug vier Wochen – und das bei einem öffentlichen Projekt! – Kein Wunder, dass zur offiziellen Indienstnahme Staatssekretär Andy Becht (FDP) sich freute: „Gut ausgebaute Straßen sind die Grundlage für eine hohe Verkehrssicherheit sowie einen gut vernetzten ÖPNV in der Fläche. Sie sind das Fundament für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes.“ Nur für die Archäologen in ein paar Jahrhunderten wird die Straße eine harte Nuss. Denn die alten Betonplatten dienten als Unterbau. Für eine Römerstraße also definitiv das falsche Material. Für die Landebahn eines Solar-Orbit-Space-Busses ist der Streifen aber zu schmal. Bleiben die dunklen 3000 Jahre dazwischen. Damals – und das ist leider wieder eine schlechte Nachricht – sollen sie sogar Öl verbrannt haben.

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Freitag, den 21. Dezember 2018

Einwurf

Wetten, dass…?

Von Andreas Betsch 


Gemessen an der finanziellen Lage sollte die Stimmung in Scheibenhardt eigentlich mies sein – aber das Gegenteil ist der Fall. Das liegt zum einen daran, dass man in Sachen grenzüberschreitender Zusammenarbeit mit dem Bruderdorf Scheibenhard/Elsass zuletzt gleich drei Preise erhielt (wir berichteten). Ein Grund ist aber auch, dass man sich pausenlos mit aller Kraft gegen das finanzielle Schicksal stemmt. Kaum eine Ratssitzung vergeht, in der nicht von hilfsbereiten Bürgern die Rede ist. Oder von Aktionen, deren Einnahmen einem Gemeindeprojekt zufließen. Auch 2019 wird das wohl so sein. Im Gespräch ist der Einbau eines Treppenlifts im ersten Stock des Bürgerhauses. Auch wenn man die 25.000 Euro dafür nicht hat: „Wir müssen uns etwas einfallen lassen“, war man sich im Gemeinderat einig. Wetten, dass der passende Einfall kommt?!

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Dienstag, den 18. Dezember 2018

Im Dorf müssen die Bürger mit anpacken

SCHEIBENHARDT: Haushalt lässt keine großen Projekte zu

Von Andreas Betsch

Ganze 7800 Euro spart die Ortsgemeinde Scheibenhardt durch die 2019 gültige Senkung von Kreis- und Verbandsgemeinde-Umlage. „An sich kein hoher Betrag“, sagte Ortsbürgermeister Edwin Diesel (parteilos) in der Haushaltsdebatte am Donnerstag: „Aber für unsere Gemeinde doch viel Geld.“ „Die Krux mit unserem Haushalt ist bekannt“, sagte Karl Heinz Benz (SPD) vor der einstimmigen Verabschiedung des Haushaltsplans 2019/2020 im Ortsgemeinderat. Man habe keine Flächen für Neubau- oder Gewerbegebiete. Man schaue „neidisch nach Hagenbach“, wo beides vorhanden ist.Scheibenhardt, das 700-Einwohner-Dörfchen an der Grenze zu Frankreich, liegt hingegen abgelegen, umgeben von Naturschutzflächen. Es gibt kein Gewerbe und dadurch keine Einnahmen, aber natürlich Ausgaben. Die Investitionen der nächsten beiden Jahre seien „auf das nötigste Maß beschränkt, um hauptsächlich die Unterhaltung der gemeindeeigenen Gebäude sicherzustellen“, sagte Bürgermeister Diesel.                                                                                                                       

Scheibenhardt: Wenig Nachfrage von Senioren

Der Seniorentreff in Scheibenhardt hat Probleme, „Jungsenioren“ zu finden. Das sagte Roland Prütting, Vorsitzender des Seniorenbeirats, im Ortsgemeinderat. Menschen im Alter von 60 Jahren wollten da nicht hin. Somit würden auch die Infoveranstaltungen der erst 2013 gegründeten Gruppe „nicht in dem Maß angenommen, wie wir uns das wünschen“. Er erzählte von Vorträgen der Polizei oder zum Umgang mit Multimediageräten. Das Interesse daran sei gering gewesen. „Wir werden nach Lösungen suchen“, gab sich Prütting dennoch optimistisch für die Zukunft. (hcs)

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Samstag, den 15. Dezember 2018

„Blättel“ verbindet

Mainz/Scheibenhard(t): Brückenpreis für elsässisch-pfälzische „Dorfzeitung“

bild bp 2018 klEin erfolgreiches Wochenende für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Dörfer Scheibenhard (Elsass) und Scheibenhardt (Pfalz): Die Mitglieder ihres Gemeinschaftsprojekts „Dorfzeitung“ konnten gleich zweimal über Auszeichnungen jubeln. Man bekam in Mainz den „Brückenpreis“ verliehen (wir berichteten gestern). Hinzu kam eine Auszeichnung auf elsässischer Seite. Bei der Verleihung des Brückenpreises am Samstagmorgen in der Mainzer Staatskanzlei siegten die beiden Dörfer in der Kategorie „Bürgerschaftliches Engagement in grenzüberschreitender Zusammenarbeit“. Und zwar für ihr ehrenamtliches Redaktionsteam der neu gegründeten Dorfzeitung „Scheiweda Blättel“.