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Martinsumzug

Die katholische Kirchengemeinde und die Ortsgemeinde Scheibenhardt laden alle ein zum traditionellen St. Martinsumzug. Der Umzug findet am Samstag, den 12.11.2011 statt. Treffpunkt ist um 17.00 beim Bürgerhaus Scheibenhardt, Abmarsch wird um 17.30 Uhr sein. Der Musikverein Scheibenhardt die Kinder aus den beiden Kindergärten links und rechts der Lauter sowie der hl. St. Martin mit seinem Pferd werden den Umzug begleiten. Die FFW Scheibenhardt übernimmt die Absicherung der Strecke die durch den Hasenweg, Jakobspfad, Hauptstraße von dort über die Lauterbrücke bis zum Rathaushaus Scheibenhard/Elsaß führt. Der Rückweg verläuft über die Maxstraße und den Hasenweg. Am Dorfplatz, an der Lauterbrücke und beim Rathaus auf französischer Seite werden wir jeweils einen Halt einlegen, bei dem Kinder zusammen mit den Erwachsenen ein Lied singen werden. Nach dem Umzug gibt es für jedes Kind im Bürgerhaus eine Brezel und warmen Kinderpunsch. Für die Erwachsenen steht Glühwein bereit. Der Reinerlös des Glühweinverkaufs kommt der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ zu gute.

Herbstfest der Kita Sonnenschein in Scheibenhardt

herbstfest_2011_1_kleinAm Samstag, den 15. Oktober fand in der Kita Sonnenschein das jährliche Herbstfest statt. Wie jedes Jahr nutzte der Kindergarten den Saal des naheliegenden Bürgerhauses für das Familienfest, das sehr gut besucht und bis zum letzten Platz mit Eltern, Großeltern und Bekannten gefüllt war und zu dem wir auch Bürgermeister Edwin Diesel begrüßen konnten.
Die Kinder hatten die Gelegenheit einem größeren Publikum zu zeigen, was im Rahmen der Bildungs- und Erziehungsempfehlungen von Rheinland-Pfalz in der Kindertagesstätte Scheibenhardt umgesetzt wird. Dazu gehören: Lieder in französischer Sprache, ein Bewegungslied der Kleinen, das Theaterstück der Vorschulkinder „Vom dicken, fetten Pfannkuchen“, ein Tanzspiel, und eine Darbietung der Hortkinder mit Handpuppen auf ein modernes Musikstück.
Theater, Mimik und Tanz sind Elemente aus dem musisch-kreativen Bereich in Verbindung mit Sprache und Bewegung, die den Kindern vielfältige Erfahrungen vermitteln: Sie haben ihren Spaß daran, sich in fremde Rollen hinein zu versetzen, den Rhythmus und die Musik zu erleben. Und immer wieder staunen die Erwachsenen, wie unbefangen sich die Kinder auf der Bühne bewegen. Dies liegt möglicherweise auch daran, dass sie von klein auf daran gewöhnt sind.herbstfest_2011_2_klein
Das bunte Programm wurde ergänzt von einem lustigen Kasperle-Theaterstück, das von Frau Heid und Frau Stern vorgeführt wurde: Ein vom Zoo ausgebrochener Löwe, der Grillbratwürstchen fraß, musste gebändigt werden…
Auch diese Geschichte hat den Kindern gut gefallen und zusammen mit ihren Eltern und Verwandten konnten sie einen kurzweiligen Nachmittag erleben. Nebenbei konnte man noch durch den Kauf von Bastelarbeiten, die die Eltern angefertigt hatten, die Kita unterstützen. Eine Malecke und ein Schminkangebot rundeten das Angebot ab.
Wie immer wurde Kaffee und selbstgebackener Kuchen der Eltern angeboten. Wir bedanken uns ganz herzlich für die rege Mithilfe so vieler Eltern, die auf verschiedene Weise zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Vielen Dank.

Das Team der Kindertagesstätte Scheibenhardt

Überlaufbecken für Straße

Scheibenhardt: Einwohner über wiederkehrende Beiträge informiert

Über die beabsichtigte Einführung wiederkehrender Beiträge in Scheibenhardt informierten Orts- und Verbandsgemeinde in einer Einwohner-versammlung. Dafür sei eine Satzung nötig. Und vor einem solchen Beschluss seien die Einwohner zu informieren, sagte Ortsbürgermeister Edwin Diesel.
Der für das nächste Jahr geplante Bau eines Regenüberlaufbeckens (RÜB) mache für die Kommune eine derartige Beitragssatzung erforderlich, erklärte Diesel. Der Ortsgemeinderat habe darüber bereits beraten und schon einen Satzungsentwurf beschlossen. Die Frage, was denn ein Regenüberlauf-becken mit Straßen und Verkehrsanlagen zu tun habe, beantwortete Verbandsbürgermeister Reinhard Scherrer damit, dass es für die Entwässerung der Straßen gebraucht werde und bei starken Regenfällen dafür sorge, dass Kanalisation und Klärwerk nicht überlastet würden und so Abwasser nicht ungeklärt in die Lauter fließe.Anhand eines Rechenbeispiels er-läuterte Verbandskämmerer Rein-hold Kuntz, wie und wann sich wiederkehrende Beiträge ergeben. Im Falle des Überlaufbeckens, mit geschätztem Kostenanteil von 110.000 Euro, würde der Eigentümer eines Grundstücks von 600 Quadratmetern mit rund 240 Euro belastet werden.rueb_hagenbach_klein
Scherrer wies ausdrücklich darauf hin, dass es sich nicht um eine Steuer handele, sondern nur tatsächlich entstandene Kosten zu 65 Prozent umgelegt würden, 35 Prozent werde die Gemeinde tragen. Diese aus dem „Gerechtigkeitsprinzip” resultierende Beitragspraxis werde für den Bürger transparent und leicht nachzurechnen. Ohnehin sei die Verwaltung bereit, im Einzelfall Auskünfte zu erteilen. Sich hier beraten zu lassen sei sicher sinnvoller als einen überflüssigen Papierkrieg zu beginnen, riet Scherrer. (tong)

Zur Sache: Finanzierungsanteil RÜB

Weil das Regenüberlaufbecken (RÜB) nicht nur aber auch Niederschlagswasser der Straße aufnimmt, werden der Straße Baukosten zugeordnet. Der oder die Eigentümer der Straße, die sogenannten Baulastträger, werden an den Kosten für das Regenüberlaufbecken mit pauschal 35 Prozent beteiligt. Die restlichen 65 Prozent werden über die allgemeine Abwasserentsorgung aller Grundstückeigentümer finanziert.
Straßenbaulastträger sind im genannten Fall die Gemeinde Scheibenhardt und der Landkreis Germersheim gemeinsam. Sie teilen sich den 35-prozentigen Kostenanteil am Regenüberlaufbecken im Verhältnis 67,8:32,2. Dieses Verhältnis wurde aus dem Anteil an Gemeindestraßen und Kreis- bzw. Landesstraßen in Scheibenhardt errechnet.
Der 67,8-prozentige Gemeindeanteil ist dann die Grundlage für die Höhe der wiederkehrenden Beiträge. 65 Prozent davon tragen die Grundstückseigentümer, 35 Prozent übernimmt die Gemeinde als Teil der Wahrung ihrer allgemeinen Aufgaben für die Bevölkerung.
Die wiederkehrenden Beiträge unterscheiden sich von den bisherigen Anliegerbeiträgen insofern, als sie von allen Grundstückseigentümern regelmäßig wiederkehrend (meist jährlich) erhoben werden. Aus diesen Einnahmen werden alle Straßenbauarbeiten bestritten. Die Beiträge nur für die Anlieger der betroffenen Straßen fallen weg. Die wiederkehrenden Beiträe dürfen nicht wilkürlich festgesetzt sondern müssen mit einer Kosten-Kalkulation begründet werden (tom)

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene Nr.246 Datum: Samstag, den 22. Oktober 2011

Die Ausführlichen Erläuterungen zu diesem Thema aus der Einwohnerversammlung sowie ein Berechnungsbeispiel, finden Sie auf der Startseite unter "Bürgerinfo" oder hier.

In der Metropole aufgewachsen

Angekommen: Emelyn Sanchez Wallace findet privates Glück in Scheibenhardt

Wenn nicht gerade im Garten getobt wird, schauen sich die Kinder von Emelyn Dos Santos Sanchez Wallace gerne Bildergeschichten mit ihrer Mama an. Foto: BögelspacherScheibenhardt. Zusammen mit ihrem aus Amerika stammenden Ehemann Frank und ihren drei Kindern lebt die Brasilianerin Emelyn Dos Santos Sanchez Wallace in Scheibenhardt. Ursprünglich kommt die junge Mutter aus der Millionenstadt Sao Paolo.
„Ein wenig ruhig ist es schon in dem kleinen Grenzdorf, am Anfang habe ich mich gefragt, wo denn all die jungen Menschen sind”, erzählt Emelyn. Immerhin könnten die Gegensätze kaum größer sein, hat sie doch Scheibenhardt mit etwa 700 Einwohnern eingetauscht gegen Sao Paolo, einer der größten Metropolregionen Lateinamerikas mit fast 20 Millionen Menschen. Eine brodelnde Stadt mit viel Industrie, nahe des Atlantiks. Das Klima ist subtropisch, sogar im Wintermonat August kann das Thermometer bis auf 28 Grad klettern. „Deshalb sind wir auch schon oft drei Monate dort in Ferien gewesen”, sagt Emelyn.
In Brasilien gibt es eine große Familie mit vielen Tanten und Cousins. Ein Großteils des Lebens mit Geselligkeit, Essen und Musik spielt sich draußen ab. „Auch als Kind habe ich den ganzen Tag auf einem großen Hof zwischen den Häusern gespielt”, erinnert sich die Mittdreißigerin, die schon manchmal von Heimweh geplagt wird. Aber eigentlich herrscht im Hause Sanchez/Wallace weder Trübsal noch Langeweile, dafür sorgen die vierjährigen Zwillinge Kimberly und Logan und der zweijährige Alan.
„Inzwischen haben mir meine netten Nachbarn sogar erfolgreiches Gärtnern beigebracht”, sagt Emelyn und zeigt stolz auf Salat und Gemüse. Wenn der Großstädterin die Ruhe doch zu viel wird, gönnt sie sich kleine Fluchten wie Shopping, Fitness-Studio oder Sprachkurse. Dann hütet Ehemann Frank die Kinder, der als Deutsch-Amerikaner konsequent mit ihnen Deutsch redet. Und da sie von der Mutter nur Portugiesisch hören, beherrschen sie schon beide Sprachen ganz gut.Wenn nicht gerade im Garten getobt wird, schauen sich die Kinder von Emelyn Dos Santos Sanchez Wallace gerne Bildergeschichten mit ihrer Mama an.
In Brasilien war Emelyn als Juristin in einem Unternehmen tätig, und da sie ein politisch interessierter Mensch ist, bleiben Vergleiche über die Lebensverhältnisse beider Staaten nicht aus. So ist sie immer wieder erstaunt, wie der deutsche Staat für seine Bürger sorgt, dass es Unterhalt, Bildung und Studium kostenlos gibt, und dass diese Chancen trotzdem viele Menschen nicht schätzen.
Begegnet sind sich Emelyn und Frank vor acht Jahren bei einer Party, die eine Freundin in Köln arrangiert hatte. Bald beschlossen beide zu heiraten. Die junge Frau wollte schnell die Sprache lernen und in den Beruf einsteigen. Sie fand auch bald einen Einstieg im Marketing als Promoterin, aber Reisetätigkeit sei mit Familie nicht mehr möglich. Sie hofft, dass ihre vielen Sprachkenntnisse - neben Portugiesisch und Deutsch auch Spanisch und Italienisch - ihr irgendwann den Berufseinstieg ermöglichen werden. (bp)

Quelle: DIE RHEINPFALZ Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene Nr.243 Datum: Mittwoch, den 19. Oktober 2011

Nikolaus mit Musik und Krampuslauf

Flyer_Nikolaus_2011_kleinDer Krampusbrauch

Der Krampusbrauch war ursprünglich in ganz Österreich verbreitet und wurde dann in der Zeit der Inquisition verboten, da es bei Todesstrafe niemandem erlaubt war, sich als teuflische Gestalt zu verkleiden.

Die „Krampusse" sind männliche Gestalten und ähneln in ihrem Aussehen dem Teufel ebenso wie mystischen Tiergestalten. Sie tragen Kostüme aus Schaaf- oder Ziegenfellen, einen Rossschweif oder Kuhschwanz und eine Weidenrute sowie einen Ledergürtel mit großen Glocken. Die großen, oft kostbaren Holzmasken aus Zirben- oder Lindenholz zeigen teuflische oder animalische Züge. Hörner von Ziegen, Schafböcken, Kühen oder selten sogar von Steinböcken krönen die Masken. Auf dem Rücken tragen sie eine sogenannte Butte (bairisch „Kraxn“), in dem – der Sage nach – böse Kinder mitgenommen werden. Sie sind eine grölende, drohende und pfauchende Meute, die immer unerwartet und plötzlich auftauchten, durch die Gassen rasen und ebenso schnell wieder verschwinden. Oft werden sie auch als Horde auf einem großen Hänger, der von einem Traktor gezogen wird, auf den Dorf- oder Hauptplatz gefahren, wo eine Menge Schaulustiger wartet. Mit Ketten und Peitschen bewaffnet, rasseln und schlagen die Krampusse wild um sich. Das laute Klingen der „Rollen“ soll angeblich die bösen Winter-Geister vertreiben. Zu diesem Spiel gehört, dass das Publikum – besonders die jungen Mädchen – die Krampusse neckten, reizen und verspotten um dann kreischend und schreiend davonzulaufen ohne erwischt zu werden.