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Nils erklärt: Scheibenhard(t)

Scheibenhard(t) gibt es zweimal – einmal in Deutschland und einmal in Frankreich. Vor langer Zeit waren sie sogar ein Dorf.

Das französische Scheibenhard (etwa 800 Einwohner) schreibt man nur mit „d“ am Ende, das Dorf auf deutscher Seite (700 Einwohner) mit „dt“. Bis zum Jahr 1815 gehörten die Orte noch zusammen. Dann wurde zwischen Deutschland und Frankreich eine neue Grenze gezogen - und die war auch der Fluss Lauter, der mitten durch Scheibenhard(t) ging und somit die Dörfer trennte. Die Lauterbrücke diente bis in die 90er Jahre als Grenzübergang. Heute ist sie zugleich Symbol für die Trennung und die Zusammengehörigkeit beider Orte. hcs

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Montag, den 30. Dezember 2019

 

Brückenfest zum 25. Mal

AUSBLICK 2020: Sanierung von Kindergarten und Hasenweg stehen an

Von Andreas Betsch

SCHEIBENHARDT. Das neue Kindergarten-Gesetz wird 2020 den Ortsgemeinderat Scheibenhardt beschäftigen: Weitere Betreuungsräume müssen her. Im Grenzdorf wird im Juni das 25. deutsch-französische Brückenfest gefeiert.

auf der bruecke klEigentlich stand die Sanierung der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ schon 2019 auf der „To Do“-Liste von Ortsbürgermeister Edwin Diesel (parteilos). Neue Fenster sollten her, am Dach war einiges zu tun. Und die Wohnung im Gebäude sollte saniert werden. Doch wegen der Planung der Schulsanierung in Hagenbach kam die Verwaltung nicht dazu, das Thema anzupacken, sagt Diesel.

Jugendtreff: Wünsche gehört

Scheibenhardt. In Scheibenhardt soll sich in naher Zukunft ein neuer Jugendtreff formieren. Der alte Treff fiel vor Jahren einem Brand zum Opfer. Ende Oktober habe man mit etwa 20 Jugendlichen gesprochen, berichtete Ortsbürgermeister Edwin Diesel (parteilos) am Donnerstag dem Ortsgemeinderat. „Eine sehr gute Gesprächsrunde“, betonte er. „Die Jugendlichen haben ihre Wünsche vorgetragen.“

Der alte Jugendraum war vor Jahren abgebrannt, der Jugendtreff wegen der fehlenden Heimat daran zerbrochen. Im Ende September eröffneten Multifunktionsgebäude ist wieder ein Jugendraum vorhanden. Mittlerweile habe es ein Treffen der Jugendlichen mit VG-Jugendpfleger Gunter Schröer gegeben, so Diesel. Eine Antwort sind die Jugendlichen aber dem Ortsbürgermeister und Gemeinderäten schuldig: „Sie sollen uns sagen, was wir beschaffen sollen.“ Doch seit dem Gespräch herrsche „Stille“. Es gebe dazu noch keine Äußerung, was aber kein Problem sei: „Das Geld ist da. Wir warten, bis die Vorschläge kommen. Dann können wir agieren“, sagte Diesel. hcs

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Samstag, den 21. Dezember 2019

 

Straße über das Weiße Kreuz sanieren

Resolution zu K23 zwischen Scheibenhardt und Schaidt

Von Andreas Betsch

Scheibenhardt. Der Ortsgemeinderat Scheibenhardt lehnt die vom Kreis vorgeschlagene Abstufung der K 23 zu einem Forstweg ab. Einstimmig hat er am Donnerstag eine entsprechende Resolution verabschiedet. Am Mittwoch hatte der Ortsbeirat Schaidt die von der Kreisverwaltung Germersheim ins Gespräch gebrachte Umwidmung der Straße abgelehnt.

Die K 23 führt von Schaidt durch den Bienwald bis zur Landesstraße 545 zwischen Scheibenhardt und Bienwaldmühle. Wie berichtet, hatte der Kreis bei der Stadt Wörth nachgefragt, ob sie diese als Gemeindestraße übernehmen will. Dies lehnt Wörth, deren Ortsbezirk Schaidt ist, aber ab. Im Raum steht auch die Umwidmung zum Forstweg.

Einwurf

Verantwortung abwälzen

Von Andreas Betsch
 

Dumm gelaufen – fragt sich nur für wen. Da will der Kreis seine lange vernachlässigte Kreisstraße 23 endlich ausbauen. Aber statt der erhofften Hilfe gibt der Landesbetrieb Mobilität die Anweisung, eine Abstufung vorzunehmen. Sprich: Der Kreis soll das kaputte Ding an jemanden abstoßen, der es auf eigene Kosten repariert. Doch wer ist so blöd? Die Stadt Wörth, ihr betroffener Ortsbezirk Schaidt und auch das benachbarte Scheibenhardt wollen sich gegen dieses Gebaren wehren. „Eigentum verpflichtet“, heißt es ja im Grundgesetz. Und es zeigt sich, wo die jahrelange Vernachlässigung von Pflichten enden kann: In der Abwälzung von Verantwortung.

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Pfälzer Tageblatt - Ausgabe Rheinschiene, Mittwoch, den 18. Dezember 2019